Seelen Blog
Hier teile ich Gedanken, Geschichten und Rezepte
Viel Spaß und Inspiration!
Grenzen?
11. März 2026
Kennst du deine Grenzen? Ich meine nicht nur die körperlichen, sondern auch die energetischen? Die Grenze, die du bemerkst, wenn dir jemand zu nahe kommt?
Wenn ja, kannst du sie bewahren, einhalten und beschützen? Bis vor Kurzem hätte ich alles mit ja beantwortet oder zumindest: „Ich bemühe mich“. Tatsächlich durfte ich gerade feststellen, dass ich meine Grenzen gar nicht bewahre! Naja und beschütze eh nicht. Passt doch mein Empfinden so überhaupt nicht in die Gesellschaft. Wer sagt denn schon: Bitte treten sie ein Stück zurück, sie befinden sich in meinem Persönlichkeitsfeld?! Die Schwierigkeit ist zu erkennen, wo diese Grenze überhaupt ist. Gezeigt wurde mir es durch Tiere! Ich habe seit ein paar Monaten einen Hund. Wir wachsten eng zusammen. Das habe ich mir genauso gewünscht. Und doch ist es erschreckend, wie intensiv er mich spiegelt. Er ist ein sehr sensibles Wesen und doch willensstark. Das kenne ich und verstehe ich sehr gut. Doch was bedeutet es im Alltag?
Mein Hund interessiert es überhaupt nicht, was die Gesellschaft von ihm erwartet. Er zeigt deutlich, wenn es ihm zu dolle, zu eng, zu laut oder zu stressig ist. Egal wo und mit wem er sich gerade aufhällt. Er kennt seine Grenze. Oder vielleicht kennt er sie nicht im menschlichen Verständnis, sondern fühlt sie. Und er fühlt mich. Manchmal besser als ich selbst. Und im Nachhinein stelle ich fest, dass es mir gerade auch zu dolle, zu eng, zu laut oder zu stressig war. Nur ich halte aus, weil ein braves Mädchen das so macht! Gestern durfte ich zwei Zecken an meinem Bein entfernen. Ich war doch sehr verwundert, wie die Beiden trotz ausreichender Vorkehrung den Weg zu meinem Blut gefunden hatten. Also recherchierte ich nach einer möglichen Bedeutung außerhalb der gängigen Meinung. Und siehe da: Sie zeigen mir, wo ich meine Grenzen nicht wahre und mich selbst aussaugen lasse. Und der Körperbereich in dem sie sich festgebissen hatten trägt die Bedeutung, dass etwas zu schnell geht, ignorieren der inneren Stimme, Schwierigkeiten ich selbst zu sein.
Bähm! – Und jetzt?
Jetzt übe ich! Ich habe ja zum Glück einen felligen Lehrmeister. Der, wenn nötig, mich laut darauf aufmerksam macht, wenn ich wieder Grenzen übergehe.
Mögest du deine Grenzen kennen und schätzen und beschützen. Und wenn nicht, dann übe mit mir.
Das geht auch ohne Fellnase :-) Von Herzen 💜 Rebecca
Meine Abschlussarbeit zur Heilpflanzenlehrerin
Februar 2026
Eigentlich bin ich schon eine Weile fertig mit der Ausbildung zur Heilpflanzenlehrerin. Zum Abschluss fehlt nur noch die Abschlussarbeit über eine Pflanze meiner Wahl. Die Wahl fiel mir nicht schwer, es war mir sozusagen sofort klar: Es wird die Kiefer. Über diesen Baum werde ich schreiben.
Ich setzte mich also an meinen Schreibtisch, um mich herum die Fachbücher und meine Ausbildungsunterlagen. Ich begann mit der Überschrift und dann...., da war sie, die Schreibblockade!
Na gut, dachte ich, dann lese ich mal, wie die anderen Absolventen das so gemacht haben.
Mit ach und krach bekam ich eine Seite Material zusammen, doch das war nicht so, wie es mir Anfangs vorgestellt hatte. In meinem Kopf hatte ich die Arbeit doch mit links fertig geschrieben.
Es dauerte noch einige Wochen und brauchte die Hilfe meiner Lehrerin um endlich zu verstehen, dass ich es mal wieder selbst war, die sich im Weg stand.
Ich legte, um nicht zu sagen ich warf, alle Fachbücher zur Seite und schrieb einfach aus mir heraus. Aus meinem Herzen! Das Ergebnis gefällt mir. Meine Lehrerin rief mich an und sagte mir, dass meine Arbeit sie sehr berührt hat.
Ich dachte mir, vielleicht gefällt sie dir auch und somit teile ich einen Ausschnitt mit dir.
Viel Freude beim Lesen


Die Kiefer Pinus sylvestris Von Rebecca Leneke
Als es darum ging ein Thema auszusuchen für eine Abschlussarbeit wusste ich sofort, es wird die Kiefer. Warum ist mir erst später klar geworden.
Was ich mit der Kiefer verbinde, ist mehr als duftende Nadeln und heilende Tinktur. Es ist ein Stück Zuhause, Kindheit und wohlige Wärme. Angefangen hat alles in meiner Kindheit. Also zu dem Zeitpunkt an den ich mich bewusster Erinnerung bedienen kann. Es ist Winter, kurz vor Weihnachten. Meine Mutter ruft mich: „Gehen wir den Baum abholen?“ Das ist wohl für jedes Kind ein besonderer Moment, doch für mich hatte es etwas Geheimnisvolles. Beim Verkäufer des Vertrauens angekommen, nickt dieser meiner Mutter zu und bittet um einen Moment Geduld. „Ich hole ihn gleich für sie!“ Er ging an den Blaufichten und Nordmanntannen vorbei in einen hinteren separaten Raum seines Verkaufsbereiches. Meine Aufregung war kaum auszuhalten. Der Verkäufer kam zurück mit einem in ein Netz gepacktes, riesiges Baumwesen. Es hatte diesen besonderen Duft und diese besonderen Nadeln. Wir hievten den Baum in unser kleines Auto und fuhren zurück nach Hause, wo der Zauber wartete. Jetzt kam der Moment, das Netz zu zerschneiden und ihn endlich in seiner vollen Größe zu sehen. Ich konnte als Kind nicht begreifen, dass solch ein großer Baum in ein so kleines Netz hinein passt. Aber es war ja auch Weihnachtszeit, da ist alles möglich. Meist setzte ich mich auf den Boden und genoss den Duft und den Anblick meiner Mutter, wie sie zufrieden die Zweige unseres Weihnachtsbaumes auseinander bog. Unser Tannenbaum war eine Kiefer! Heute nutze ich als Christbaum eine Tanne in meinem Garten. Das gibt mir ein gutes Gefühl, denn so muss kein Baum für mein Fest „sterben“.
Da ich einen Nutzwald in meiner direkten Umgebung habe, bin ich immer gut versorgt mit liegen gebliebenen Fichten‒ und auch Kieferzweigen. Aus diesen Zweigen lässt sich allerlei machen. Zur Weihnachtszeit natürlich ein Adventskranz!

Meine Liebe zu Bäumen war lange verschüttet, doch tief genug, um nie ganz zu verschwinden. Und so kam ich zu dem Kurs der „Baumheilkunde“. Hier lernte ich, dass es für viele Menschen einen Kraftbaum und einen Herzbaum gibt.
Die Kiefer ist also mein Herzbaum!
Immer wenn ich mich auf sie einlasse, also sie bewusst erkenne und wahrnehme, schließe ich automatisch die Augen und atme tief ein. Sie löst in mir eine Zufriedenheit aus, die man vom „Heimkommen“ kennt. Ja, die Kiefer in der bewussten und achtsamen Begegnung macht mein Herz weit und weich. Die Berührung ihrer Borke beruhigt mein Nervensystem. Sicher bin ich nicht die Einzige, der es so geht........
Von Herzen 💜 Rebecca
Trübsinn und Muttermodus
Januar 2025
Es ist Mittwochnachmittag. Bringe meine Tochter zum Sport. Draußen ist es trüb. Naja, Winter eben.
Heute Vormittag gab es ein Ereignis, welches mich sehr erschreckt hat und mir einfach nicht aus dem Kopf will. Es kreist in meinen Gedanken wie eine lästige Fliege. Die sich gelegentlich hinsetzt, dann ist es einen kurzen Moment still. Bis sie wieder brummend umherschwirrt.
Ich habe eine Stunde Zeit, möchte aber nicht allein sein, wegen der Fliege. Deshalb setzte ich mich in ein Kaffee und bestelle einen Cappuccino, in der Hoffnung etwas Ablenkung zu bekommen. Die Menschen um mich herum unterhalten sich in einer angenehmen Lautstärke. Es ist eher leise, doch laut genug, um das Gefühl der Gesellschaft zu spüren. Ich habe ein Buch dabei, um mir die Zeit zu vertreiben. Doch ich kann mich nicht auf den Text konzentrieren. Immer wieder schweife ich ab und muss erneut lesen. Ich gebe auf und lege das Buch zur Seite. Was soll´s, dann schaue ich eben aus dem Fenster.
Die Trübheit des Wetters legt sich so langsam über mein Gemüt, als würde ich einsinken. Wo ist die Leichtigkeit? Und die Fliege schwirrt in meinem Kopf umher.
Ich frage mich, was mir jetzt helfen würde oder könnte, um wieder aufzutauchen. Oder sollte ich mich im Aushalten üben?
Ich schaue auf die Uhr auf meinem Telefon. Sie zeigt mir, dass es Zeit wird mein Kind abzuholen.
Zack – ab in den „Muttermodus“
Der Trübsinn muss also warten.
Und wenn er später wieder kommt, kann ich ja noch weiter grübeln,
oder aushalten….oder so..!


Ein kleinen Tipp habe ich für dich:
Das Gänseblümchen schaut immer zur Sonne und in diesem Sinne kann es dir auch dienen. Es vertreibt Trübsinn und erinnert an den Frühling. Vielleicht möchtest du auf deinem nächsten Spaziergang nach dem Gänseblümchen Ausschau halten. Wenn du eines findest, (und davon gehe ich aus, denn es wächst das ganze Jahr) pflücke es mit Achtsamkeit und sieh es dir genau an. Nimm es mit Heim und stelle es in eine Vase. Du kannst dir auch mit 2-3 Blümchen einen kleinen Tee aufgießen.
Ich bin mir sicher, dass diese kleine Sonne dir Gutes tun wird.

Von Herzen
💜
Rebecca

Wie eine nervige Angewohnheit zu einer besonderen Fähigkeit wurde
Dezember 2024
Meine Mutter nervte es ein wenig, dass ich als Kind an allem schnüffelte.
An Getränken, die man mir anbot oder sämtlichen Nahrungsmitteln. Man konnte mir nie einfach etwas „unterjubeln“. Sofort bemerkte ich, dass der Geruch nicht dem entsprach, was man mir erzählte, sondern etwas anderes sein musste.
Ich bin mir heute sicher, dass meine kleine Nase genau wusste, was meinem Körper gut tat und was nicht.
Alles, was nach meinem Empfinden gut gerochen hat, habe ich auch zu mir genommen oder an mich ran gelassen. Alles andere nur unter Protest. Das ist gesund, das wird gegessen, hörte ich oft. Und musste eben essen, was mir „stank“.
Natürlich hatte das Folgen! Ich wurde krank und hörte auf zu essen.
Heute weiß ich, dass der Mensch einen bevorzugten Sinn hat, mit dem er seine Umwelt wahrnimmt. Meiner ist der Geruchsinn. Man nennt es auch olfaktorische Prägung.
Bewusst wurde mir das aber erst vor wenigen Jahren. Und ganz ehrlich, besonders sexy ist das nicht. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, legt man es weg. Geruch lässt sich aber manchmal nicht einfach abstellen oder umgehen. Denn alles und jeder riecht.
Wir haben sogar ein Duftgedächtnis, welches Gerüche mit Erlebnissen verbindet. Das kann z.B.in der Psychotherapie ein nützliches Werkzeug sein
Je mehr ich diese Prägung annehme, desto feiner wird meine Wahrnehmung. Dazu kann ich wirklich lustige Geschichten erzählen! Ich rieche zum Beispiel, wer wo genau im Auto saß.
Ein großes Geschenk war es, als ich 2019 bei einer Weiterbildung mit ätherischen Ölen in Berührung kam. Eigentlich wollte ich etwas über Archetypen in der Psychologie lernen.
Die Dozentin stellte drei riesige Koffer mit ätherischen Ölen auf den Tisch und erklärte welches Öl zu welchem Archetypus passt. Nacheinander gab sie immer wieder die kleinen Fläschchen durch die Reihe und beobachtete unsere Reaktionen. Heute kann ich nur schmunzeln und wissend nicken. Doch damals wollte ich nicht glauben, was die Öle mit den Menschen machten. Von hysterischem Lachen bis leise kullernden Tränen war alles dabei. Auch bei mir!
Heute, 5 Jahre später darf ich mit diesen Geschenken der Natur in meiner Praxis arbeiten und Menschen in ihren Prozessen unterstützen. Die ätherischen Öle geben das, was du gerade brauchst. Einen kleinen Stups, ein sonniges Lächeln oder warmen Trost.
Die Düfte sind meine Verbündeten geworden. Sie sprechen zu mir – auf besondere Weise. Und ich übersetze für dich, wenn du möchtest.

Von Herzen
💜
Rebecca